Gender Mainstreaming


Gender Mainstreaming hat das Ziel, die Gleichstellung von Mädchen und Jungen, von Frauen und Männern im Sinne der Chancengleichheit in allen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu erreichen.

 

Aufgabe der Schule sollte es daher sein, die Genderperspektive in allen Bereichen des Unterrichts und des Schullebens zu berücksichtigen. Für unseren Schulalltag bedeutet dies, dass wir uns bei der Planung und Entscheidung immer wieder der unterschiedlichen Bedürfnisse beider Geschlechter bewusst werden, um eventuell bestehende geschlechtsspezifische Nachteile für Jungen und Mädchen zu identifizieren und beseitigen zu können. Auf diesem Weg ist es möglich, die individuellen Interessen und Begabungen von Jungen und Mädchen noch mehr zu fördern und somit auch das Selbstbewusstsein eines jeden Kindes.

 

Die gleichwertige Behandlung der unterschiedlichen Bedürfnisse von Jungen und Mädchen in unserem Schulalltag ist ein Anliegen unserer Grundschule. So unterstützen wir unter anderem eine positive und faire Streitkultur, erziehen zu sozialer Rücksichtnahme, Toleranz und Lebenstüchtigkeit und fördern die Entwicklung von Selbstwertschätzung, Selbstbehauptung und Selbstvertrauen.

 

Im Folgenden sind einige Ideen und Aktionen aufgeführt, bei denen erkennbar wird, dass wir die Genderperspektive im Blick haben und in unserem Schulleben realisieren.

 

Gender Mainstream im Unterricht

  • Bildung von Koedukationsklassen bei gleichen Anteilen von Mädchen und Jungen

  • Planung und Kooperation von Partner-und Gruppenarbeit über Geschlechtergrenzen hinweg insbesondere bei Offenen Unterrichtsformen

  • Aufgaben, Dienste und Ämter in der Klasse werden in ausgewogenem Verhältnis von Mädchen und Jungen übernommen ( Klassensprecher / Klassensprecherin).

  • Bei der Wahl der Themen, Medien und Arbeitsmittel werden die spezifischen Lernvoraussetzungen von Jungen und Mädchen berücksichtigt.

  • Projektwochen mit Angeboten, die das Interesse von Jungen und Mädchen bestimmen ( z. B. Leseprojektwoche / Trommelprojekt)

  • Jungen und Mädchen nutzen gleichermaßen den PC

  • Klassenfahrten mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden durchgeführt.

  • Schulhofgestaltung berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnislagen der Schülerinnen und Schüler ( Ruhezone-Schulgarten, Fußballzone, Basketballfeld, Reckstangen, Hüpfspiele, Tischtennisplatte Kletterspinne-und Klettergerüste)

Sprache

  • In der Klassenbücherei sowie im Büchereiwagen werden verschiedene Textsorten angeboten, die Jungen und Mädchen ansprechen.

  • Klassenlektüren werden gemeinsam in jedem Schuljahr gelesen, wobei sich jungen- und mädchenspezifische Themen abwechseln.

  • Präsentation selbstverfasster Texte von Jungen und Mädchen

 

Sachunterricht

  • Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei der Themenwahl, die auch zur kritischen Auseinandersetzung mit dem traditionellen Rollenverständnis anregen.(Experimentieren für Jungen und Mädchen, Technikunterricht)

  • Sexualunterricht: gemeinsamer aber auch geschlechtergetrennter Unterricht

  • Geschlechtersensible Angebote durch die Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen

  • Berücksichtigung durch entsprechende Angebote der Offenen Ganztagsschule ( z. B. Fußball-AG, Flöten-AG, Freie Turnhalle, Theater-AG)

Sport

  • Regelmäßiger Wechsel bei den Bewegungsangeboten unter Berücksichtigung der Interessen von Jungen und Mädchen im Sportunterricht

  • Kooperationsspiele stärken den Zusammenhalt und das gegenseitige Wertschätzen des anderen Geschlechts

  • Gemeinsamer Auf- und Abbau von Geräten

  • Angebote der regelmäßigen Teilnahme an Sport- und Laufwettbe-werben für Jungen und Mädchen ( Leichtathletik-AG)

Kunst

  • Abwechslungsreiches Angebot mit unterschiedlichen Arbeitstechniken und Materialien für Jungen und Mädchen (Tonarbeiten, Handarbeiten: Sticken und Weben)

 

Elternarbeit

 

Nicht zuletzt ist unsere Schule bemüht, Väter und Mütter gleichberechtigt in schulische Aufgaben einzubinden. In verschiedenen Organisationen des Schullebens (Schulfest, Martinstag, Karneval) können sie sich einbringen. Die Sprechstundenzeiten und Gesprächstermine wurden so gewählt, dass Eltern am Nachmittag aber auch teilweise am Abend die Möglichkeiten haben, Informationen über schulische Belange zu erhalten. Das Fortbildungsangebot über Neue Medien (Vortrag) richtet sich gezielt an Väter aber auch an Mütter unserer Grundschule .